Die Schmidt´sche Basisgymnastik

I Persönliche Anmerkungen 

Es war im Jahre 1974 in der alten Turnhalle des Grimmelshausen Gymnasiums in Offenburg. Eine Frau mittleren Alters, hochgesteckte Frisur, schwarz gekleidet, bereitete, mit freundlicher Miene, doch bestimmendem Ton, in einem Trainingslehrgang die Mädchen und Frauen des TV 1846 Offenburg auf die Badischen Kunstturnmeisterschaften vor. Nach einstündiger Gymnastik hatte diese Frau an der Perfektion der Bewegungsausführung, dem körperlichen Ausdruck samt Mimik und der Leichtigkeit von Bewegungen an Schwebebalken, Stufenbarren, Pferdsprung und Boden mit jeder Turnerin einzeln gearbeitet. Darunter war auch Angelika Kern, die wegen sehr starker Rückenschmerzen ihre nationale und internationale Turnkarriere schon beendet sah. Der Sportmediziner Prof. Dr. Armin Klümper aus Freiburg schickte damals Angelika Kern nach eingehenden Untersuchungen und Behandlungen zu der Ballettmeisterin Margaretha Schmidt, eben dieser Frau, die mittlerweile, nach dem Tod ihres Mannes, im hessischen Weiterstadt bei Darmstadt lebte, damit sie durch die »Schmidt´sche Gymnastik« körperlich und psychisch (Vertrauen in das eigene Können) wieder aufgebaut würde. Denn Prof. Dr. Klümper kannte die gymnastische und technisch auf die kunstturnerischen Bewegungsabläufe vorbereitende Arbeit von Margaretha Schmidt aus den 1960er Jahren. Damals leistete Margaretha Schmidt die körperliche Aufbauarbeit durch Ballett, Gymnastik und Akrobatik der erfolgreichen Mannschaft der Kunstturnerinnen vom TuS Teningen u.a. mit Hertha Löwenberg und Angelika Kern. Sie wurden mehrmals Deutsche Mannschaftsmeister, holten zahlreiche Einzeltitel und verzeichneten Erfolge bei internationalen Wettkämpfen. ... (>>)

In Memoriam Magaretha Schmidt