Buchreihe „Pädagogik und Politik“

Hrsg. von Armin Bernhard, Eva Borst, Matthias Rießland

Die Buchreihe „Pädagogik und Politik“ hat sowohl für Studierende der Erziehungswissenschaft und Pädagogik (Theorie) als auch für pädagogisch Tätige aus verschiedenen professionellen Arbeitsfeldern rund um Erziehung und Bildung (Praxis) einführenden Charakter.

Mit der Herausgabe unserer Buchreihe verfolgen wir zwei Ziele: Zum einen sollen pädagogische Grundthematiken im Kontext gegenwärtiger Problemlagen aus sozialkritischer Sicht dargestellt und mit aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten verknüpft werden. Die gegenwärtige, sozialwissenschaftlich ausgerichtete Erziehungswissenschaft behandelt diese Grundthematiken entweder gar nicht oder allzu häufig affirmativ im Sinne der momentan vorherrschenden wirtschaftlichen und politischen Interessen. Als Beispiele für diese erziehungswissenschaftlichen Grundproblemstellungen können gelten: das Verhältnis von Pädagogik und Politik, die Beziehung von Erziehung, Bildung und Gesellschaft, Herrschaft und pädagogischer Bezug, der Begriff der Bildung, Anerkennung als pädagogische Kategorie, Frieden und Humanität u.v.m.

Zum anderen sollen Ansätze von Personen und Organisationen vorgestellt werden, die im weitesten Sinne der kritischen Pädagogik zuzurechnen sind. Hierbei wird in diejenigen historischen und aktuellen Ansätze und Modelle von Pädagogik und Bildungstheorie eingeführt, die sich aus einem demokratisch-emanzipatorischen Blickwinkel kritisch mit vorherrschenden Erziehungs- und Bildungskonzeptionen auseinandersetzen und Alternativen zur Gestaltung von Erziehungs- und Bildungsprozessen formulieren. Als große Strömungen können im 19., 20. und 21. Jahrhundert die Paradigmen der demokratischen Reformpädagogik, der Alternativpädagogik und der kritischen Pädagogik herausgehoben werden, die teilweise in einem Kontinuitätszusammenhang zueinander stehen, jedoch höchst unterschiedliche Analysen und Perspektiven entwickelt haben. Dieser Umstand hängt nicht zuletzt mit den unterschiedlichen Politikkonzepten zusammen, an denen sich deren Vertreterinnen und Vertreter orientieren.

Die Herausgeberin und die Herausgeber möchten mit dieser Reihe einen Beitrag und Anstoß zur kritischen Analyse, Reflexion und Diskussion pädagogischer Praxis und Theorie in Schule, Hochschule, Institutionen und der pädagogisch interessierten Öffentlichkeit geben, d. h. allen jenen, denen Erziehung und Bildung als notwendige und zu bewahrende Kategorien im Hinblick auf Politik und Globalisierung wichtig sind.